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Höhere Berufsfachschule Design und visuelle Kommunikation

Die Höhere Berufsfachschule Design und visuelle Kommunikation setzt Kreativität voraus. Die Lust auf das Neue, der Drang zu ungewöhnlichen Ideen und guten Einfällen ist eine Triebfeder dafür, sich mit der Gestaltung zu beschäftigen. Der Bildungsgang dauert zwei Jahre und wird in Vollzeitform durchgeführt. Aufnahmevoraussetzung ist der Qualifizierte Sekundarabschluss I oder ein gleichwertig anerkannter Abschluss.

Die Aufgaben der staatlich geprüften Assistentin und des staatlich geprüften Assistenten für Design und visuelle Kommunikation liegen in der Ideenfindung, Konzeption, Gestaltung und Präsentation von zweidimensionalen, dreidimensionalen und digitalen Medienprodukten. Im Berufsbezogenen Unterricht wird praxisorientiert und lernbereichsübergreifend gearbeitet. Im ersten Jahr werden die Abläufe und Strukturen von Medienproduktionen dargestellt. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Bilder unter gestalterischen Aspekten zu erfassen, zu analysieren und zu bearbeiten. Zusätzlich werden grundlegende bildnerische Zeichentechniken mit verschiedenen Materialien und Werkzeugen erprobt. Eine Studienfahrt mit projektorientierter Aufgabenstellung ermöglicht neben kooperativen Arbeitsformen eine reale konzeptionelle Auseinandersetzung im Prozess der Ideenfindung und -umsetzung.

Unterschiedliche Layouts werden mit Hilfe entsprechender Entwurfs- und Darstellungstechniken erstellt. Dabei berücksichtigen die Schülerinnen und Schüler gestalterische und typografische Regeln sowie die technischen Rahmenbedingungen der Medienproduktion. Die Umsetzung der Entwürfe erfolgt mit entsprechender Hard- und Software. Ein eigener Computer ist hierzu erforderlich.

Nach Ende des ersten Schuljahres besteht die Möglichkeit des Seitenausstiegs in eine duale Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print. Auch bietet sich dieser Zeitpunkt an, das für den Ausbildungsgang erforderliche 8-wöchige Praktikum zu absolvieren.

Ziel des Unterrichts im zweiten Schuljahr ist die Entwicklung von Marketingkonzepten und Kundenberatung. Auf der Grundlage von inhaltlichen Strukturen erstellen die Schülerinnen und Schüler komplexe Medienprodukte. Dabei wird besonderer Wert auf die Dokumentation und Präsentation der Arbeitsergebnisse gelegt.

Kenntnisse über Kunstepochen, Kunstströmungen und das Lebenswerk von Künstlern bilden die Basis dafür, Werke der Malerei einzuordnen und zu deuten. Mit einer ständig wachsenden visuellen Kompetenz sind die Schülerinnen und Schüler an unserer Schule befähigt, vielfältige Methoden des Beschreibens, Analysierens und Interpretierens anzuwenden.

Ein umfassendes Abschlussprojekt bietet Gelegenheit dazu, die eigenen Ergebnisse stichhaltig zu begründen, einzuschätzen und Zusammenhänge zur bildenden Kunst herzustellen. Die Abschlussprüfung zur/zum „Staatlich geprüften Assistentin/Assistenten für Design und visuelle Kommunikation“ ermöglicht den beruflichen Einstieg in kreative Bereiche, z.B. Werbeagenturen, Webdesign - Agenturen oder Verlage.

Eine zusätzliche Ergänzungsprüfung und ein mindestens halbjähriges einschlägiges und gelenktes Praktikum führen zum Erwerb der Fachhochschulreife und somit zur Studierfähigkeit an einer Fachhochschule, z.B. Fachbereich Design/Gestaltung, Kommunikationsdesign oder Medien-/Produktdesign.

Lernbereiche

  1. Herstellungsprozesse von Medienprodukten analysieren und beschreiben
  2. Bilder erfassen, analysieren und bearbeiten
  3. Objekte zeichnerisch darstellen
  4. Medienprodukte nach Gestaltungsprinzipien planen
  5. Herstellung von Medienprodukten planen
  6. Netzwerkbasierte Computerarbeitsplätze einrichten
  7. Marketingstrategien entwickeln
  8. Zweidimensionale Medienprodukte gestalten, realisieren und präsentieren
  9. Dreidimensionale Medienprodukte gestalten, realisieren und präsentieren
  10. Digitalmedien gestalten, realisieren und präsentieren
  11. Kulturobjekte unter kunstgeschichtlichen und ästhetischen Aspekten analysieren.